USA-Reise 1997, Historische Route 66:   «    ‹   Bild 4.05   › 

Griffith Observatorium, Außenansicht, Los Angeles CA

Das Griffith-Observatorium liegt am Südhang des Mount Hollywood und ist eine Mischung aus Planetarium, Volkssternwarte und einem kleinen Museum mit astronomischen und verwandten physikalisch-technischen Gerätschaften. Das Observatorium ist gemeinsam mit dem zugehörigen Park eine Stiftung von Col. Griffith an die Stadt Los Angeles und wird vom Department of Recreation and Parks unterhalten und betrieben.

Die Säule vor dem Observatorium erinnert als "Atronomers Monument" an die sechs bedeutenden Astronomen Hipparchus, Copernicus, Galileo, Kepler, Newton und Herschel. Im Eingangabereich (in der Gebäudemitte) gibt es ein Foucault-Pendel mit einer Messingkugel von ca. 109 kg (240 lbs) an einem ca. 12,2 m (40 ft) langen Draht, unter dessen konstanter Schwingungsrichtung sich die Erde mit dem Gebäude hinwegdreht. Unter der großen Rotunde (mittlere Kuppel) befindet sich das Planetarium mit einem Dom von 75 ft (ca. 23 m) Durchmesser, unter dem ein 1964 eingebauter Zeiss-Planetariumsprojektor etwa 9000 Sterne darstellen kann. Außerdem gibt es über 100 weitere Projektoren für Spezialeffekte. Die sehenswerte Planetariumsshow wurde von einem versierten Erzähler erläutert und konnte kleinere Kinder durchaus in Angst und Schrecken versetzen, als Science-Fiction-Elemente im Stil von Krieg der Sterne unter der gewaltigen Planetariumskuppel erschienen. Nur für diese Show wurde Eintrittsgeld erhoben, während man alles andere kostenlos anschauen konnte. Nach den damaligen Planungen (1997) sollte das bereits in die Jahre gekommene Planetarium grundlegend renoviert und erweitert werden. Von vielen anderen interessanten Dingen sind uns (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) die folgenden in Erinnerung geblieben: Ein 12-inch (30 cm) Linsen-Teleskop von Zeiss; eine begehbare Camera Obscura mit Objetiv (statt Loch) und Umkehrspiegel, damit man die Szene des Vorplatzes aufrecht sieht; zwei Seismographen; Globen von Erde und Mond; ein Tesla-Transformator (Tesla Coil) bis 500 kV bei 35 kHz zum Erzeugen von geräuschvollen künstlichen "Blitzen", die bei dieser Frequenz nicht mehr in Körper eindringen; ein Dreifach-Solarteleskop; ein U-Boot-Periskop aus dem Zweiten Weltkrieg, das 22 ft (ca. 6,7 m) durch das Dach des Observatoriums ragt und je nach Richtung einen Blick auf die Stadt Los Angeles bzw. Teile des Daches ermöglicht; und last, not least ein Modell des 200-inch Hale Telecope (5-m-Spiegelteleskop) des Mount Palomar.

Stand: 27.08.2009 / © MG


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