USA-Reisevorbereitungen & Hinweise:   «    ‹   Hinweise 0   › 


Inhaltsverzeichnis aller Hinweise

0. Eigene Erfahrungen, USA-Reiseliteratur, Weite des Landes, Einreisebestimmungen
1. Zahlungsmittel
(Bargeld, Reiseschecks, Kreditkarte, Maestro-(EC-)Karte, Notfallreserve, Telefonkarte)
2. Sprachkenntnisse, Flüge, Einfuhrbestimmungen bei der Rückreise, Kurzreisen & Badeferien
3. Rundreisen
(Busreisen, Mietwagenreisen, Wohnmobilreisen & Camping, Motorradreisen)
4. Unterkünfte (Flughafen- & Stadthotels, Motels, Reservierung & Hotelgutscheine)
5. Restaurants (Gästeempfang, Bestellung, Bezahlen & Trinkgeld)
6. Läden, Waschsalons, Fotozubehör, Hilfsmittel, Gesundheit, Takt & Höflichkeit

Home | Reisen | « USA | Inhalt Hinweise | › Weitere Hinweise


Eigene Erfahrungen

Seit 1987 haben wir nach eigenen Planungen als Individualtouristen weite Teile der USA mit dem Mietwagen bereist. Übernachtet haben wir fast ausschließlich ohne Vorreservierung in preiswerten Motels kleinerer Ortschaften. "Vornehme" und damit entsprechend teure Stadthotels im Zentrum von Großstädten haben wir tunlichst gemieden. Da uns besonders die von Europa so verschiedene Landschaft des ehemaligen "Wilden Westens" begeistert, bot sich gerade diese Art des Reisens für uns an. Nach unseren guten Erfahrungen werden wir die USA auch künftig wieder auf dieselbe Art bereisen.

In den meisten Beiträgen auf den folgenden Seiten dieser Homepage sollen Fotos unserer USA-Reisen gezeigt und damit zusammenhängende Themen dargestellt werden, die auch andere Reisende interessieren könnten. Nachdem ich zunächst auf Dienstreisen in die USA die ersten eigenen Eindrücke von diesem weiten Land sammeln konnte, haben wir uns natürlich bei Kollegen und Freunden mit entsprechenden Kenntnissen schlaugefragt, bevor wir unseren ersten USA-Urlaub selbst vorbereitet haben. Danach hat sich im Laufe der Zeit einiges an allgemeiner und spezieller Reiseliteratur angesammelt, mit deren Hilfe wir die letzten Reisen entsprechend unseren Interessen fast ohne fremde Hilfe planen konnten. Zur besseren Übersicht haben wir diese Unterlagen nach folgenden Themen geordnet:

 
Verwendete USA-Reiseliteratur

"Allgemeine Reiseinformationen von A bis Z" oder "Praktische Informationen von A bis Z" finden sich am Schluß oder im Anhang der meisten USA-Reiseführer und sollen deshalb nicht von dort abgeschrieben werden, nur damit sie auch auf dieser Homepage verfügbar sind. Hier wollen wir lediglich die wesentlichen Erkenntnisse aus unseren eigenen Erfahrungen zu diesem Themenkreis ergänzen. Zur Zeit unserer USA-Reisen gab es das "Fremdenverkehrsamt der USA" in Frankfurt, das auf Anfrage kostenlose Broschüren über touristische Sehenswürdigkeiten an Privatleute versandte, die eine USA-Reise planten. Mit der Zunahme des USA-Touristmus wurde diese für Individualtouristen sehr nützliche Einrichtung wegen des zu groß gewordenen Aufwandes aus Kostengründen geschlossen. Inzwischen gibt es das Internetportal www.usa.de, über das man kostenloses Informationsmaterial online bestellen kann. Dieses Portal bietet noch zahlreiche weitere Hinweise, Produkte und Dienstleistungen von den aktuellen Einreisebestimmungen über käufliche Reiseführer bis hin zur Online-Buchung von Flügen in die USA.

 
Weite des Landes

Bevor man Flüge oder Reisen innerhalb der USA plant, sollte man sich Rechenschaft über die Weite dieses Landes ablegen. Der Bundesstaat USA ist der drittgrößte Einzelstaat der Erde nach Rußland und dicht nach Kanada. Die USA sind größer als ganz Australien und fast so groß wie Europa vom Atlantik bis zum Ural sowie nach neuesten Angaben auch größer als China. Die folgende Aufstellung zeigt die Flächen, Einwohnerzahlen und Einwohnerdichten der genannten Staaten und Kontinente, sowie zum Vergleich die Werte der Bundesrepublik Deutschland insgesamt sowie getrennt für den West- und Ostteil:

Nr. Staat/Kontinent Fläche Einwohnerzahl Einwohnerdichte
1 Rußland 17,00 Mio km² 144 Mio Einw. 9 Einw./km²
2 Kanada 9,98 Mio km² 26 Mio Einw. 3 Einw./km²
3 USA 9,63 Mio km² 296 Mio Einw. 31 Einw./km²
4 China 9,56 Mio km² 1110 Mio Einw. 116 Einw./km²
Australien 7,60 Mio km² 16 Mio Einw. 2 Einw./km²
Europa 10,00 Mio km² 666 Mio Einw. 68 Einw./km²
Deutschland ges. 357.000 km² 82 Mio Einw. 230 Einw./km²
Deutschland West 249.000 km² 67 Mio Einw. 270 Einw./km²
Deutschland Ost 108.000 km² 15 Mio Einw. 148 Einw./km²

Die folgenden Übersichtskarten ermöglichen eine Orientierung über die Bundesstaaten der USA und ihre Hauptstädte, die Zeitzonen in diesem weiten Land, seine Topologie, die Dichte von Fernstraßen sowie die Routen unserer vier ausgeführten Reisen. Die Karten sind dem "National Atlas of the United States ®" entnommen, der als "Public Domain" vom US-Innenministerium zur allgemeinen Verwendung freigegeben ist. Aus dem angegebenen Speicherbedarf kann die Ladezeit der verschiedenen Karten besonders bei einem langsamen Internetzugang abgeschätzt werden.

Bundesstaaten der USA
Bundesstaaten

63 KB
Zeitzonen der USA
Zeitzonen

67 KB
Topologie der USA
Topologie
167 KB
Fernstraßen der USA
Fernstraßen

122 KB
USA-Reiseroute 1987: Südwesten der USA, 4 Wo, 5750 mi (9250 km)
Route 1987

166 KB
USA-Reiseroute 1991: Nordwest-USA & Südwest-Canada, 4 Wo, 6300 mi (10140 km)
Route 1991

167 KB
USA-Reiseroute 1994: Rocky Mountains, 5 Wo, 7297 mi (11741 km)
Route 1994

166 KB
USA-Reiseroute 1997: Historische Route 66 (Rundreise), 5 Wo, 8742 mi (14066 km)
Route 1997

165 KB

Obwohl die Nord-Süd-Ausdehnung der USA mit einer Straßenentfernung von ca. 2100 km zwischen Seattle WA und San Diego CA für europäische Verhältnisse schon erheblich ist, erscheint die Ost-West-Ausdehnung mit einer Fahrstrecke von ca. 5000 km zwischen New York NY und San Francisco CA geradezu unvorstellbar. Dabei sind die weiteren Ausdehnungen nach Süden am Rio Grande und in Florida sowie nach Nord-Osten entlang des St.-Lorenz-Stromes noch gar nicht berücksichtigt. Zwischen New York (73,8 °W) und San Francisco (122,4 °W) besteht ein Unterschied von 48,6 Längengraden, woraus sich vier verschiedene Zeitzonen (zu ca. 15°) im Kernland der USA (ohne Alaska und Hawaii) ergeben (siehe auch obige Karte der Zeitzonen). Von Ost nach West sind dies folgende Standard- bzw. Sommerzeiten mit je einer Großstadt in der betreffenden Zone:

EST (EDT) Eastern Standard Time (Eastern Daylight Saving Time) New York NY MEZ (MESZ) - 6 Stunden,
CST (CDT) Central Standard Time (Central Daylight Saving Time) St. Louis MO MEZ (MESZ) - 7 Stunden,
MST (MDT) Mountain Standard Time (Mountain Daylight Saving Time) Denver CO MEZ (MESZ) - 8 Stunden,
PST (PDT) Pacific Standard Time (Pacific Daylight Saving Time) San Francisco CA MEZ (MESZ) - 9 Stunden,

d.h. in den USA ist es je nach Lage 6 bis 9 Stunden früher als in Deutschland. Zu Beginn und zum Ende der Sommerzeit gibt es jedoch Abweichungen, weil sich die Umstelltermine in Europa (Sommerzeit vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober) von denen in den USA (seit 2005: vom zweiten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im November) unterscheiden. Bemerkenswert ist außerdem die Tatsache, daß in Hawaii sowie in wesentlichen Teilen von Indiana und Arizona (mit Ausnahme eines Indianerreservats) nicht auf Sommerzeit umgestellt wird. "Sommerzeit? Einen solchen Quatsch machen wir hier nicht mit!", hat uns im Brustton der Überzeugung ein Tankwart in Arizona auf Befragen erklärt. Wie recht der Mann doch hat!

Auch über die geografische Breite verschiedener Orte in den USA und über die damit zusammenhängenden Temperaturen hat man bezogen auf Europa oft nur unzureichende Vorstellungen. Westlich der großen Seen ist der 49. Breitengrad die Nordgrenze der USA nach Kanada. Dieser 49. Breitengragd verläuft in Europa durch den Golf von St. Malo, Paris, Karlsruhe, Regensburg und Budweis. So liegt z.B.

Seattle (WA) 47,7 °N auf der Breite des Bodensees,
Portland (OR) 47,4 °N auf der Breite von Bern in der Schweiz,
New York (NY) 40,7 °N auf der Breite von Neapel in Italien,
San Francisco (CA) 37,8 °N auf der Breite von Sevilla bzw. der Algave in Südspanien,
Las Vegas (NV) 36,2 °N auf der Breite von Gibraltar am Südzipfel Spaniens,
Los Angeles (CA) 34,0 °N auf der Breite von Rabat in Marokko bzw. Beirut im Libanon,
San Diego (CA) 32,8 °N auf der Breite von Tripolis in Libyen,
Miami (FL) 25,8 °N auf der Breite der Sahara und
Key West (FL) 24,5 °N auf der Breite von Medina in Saudi-Arabien bzw. nur etwas nördlich von Assuan in Ägypten.

 
Einreisebestimmungen (Paß und Visum)

Zur Einreise in die USA benötigt man in jedem Fall einen Reisepaß und im allgemeinen auch ein Visum. Bestimmte Personen sind jedoch für gewisse Reisezwecke und begrenzte Aufenthaltsdauern von der Visumspflicht befreit. Da deutsche Urlaubs- und Geschäftsreisende von diesem VWP = Visa Waiver Program (Programm zum Visumsverzicht) profitieren, können Sie ohne ein Visum in die USA reisen, wenn Sie:

  1. Staatsbürger eines von 27 namentlich genannten Ländern sind, zu denen auch Deutschland gehört;
  2. mit einem gültigen Reisepaß einreisen, der bei einem deutschen Staatsbürger mindestens für die Dauer des geplanten Aufenthaltes in den USA gültig sein muß (ab dem 26.10.2004 ist ein bordeaux-farbener maschinenlesbarer Reisepaß (Europapaß) vorzulegen);
  3. als Tourist oder Geschäftsreisender einreisen möchten;
  4. sich nicht länger als 90 Tage in den USA aufhalten;
  5. im Besitz eines Rückflug- oder eines weiterführenden Tickets sind (weiterführende Tickets dürfen jedoch nicht in Kanada, Mexiko oder der Karibik enden);
  6. in die USA mit einem Transportunternehmen einreisen, das vertraglich an das Programm zum Visumsverzicht angeschlossen ist.

Sobald nur einer dieser Punkte nicht erfüllt ist, benötigen Sie ein Visum! Außerdem muß der Paß dann in aller Regel noch 6 Monate über die geplante Ausreise hinaus gültig sein. Punkt 6 ist für die meisten Flug- und Schiffahrtsgesellschaften erfüllt, nicht jedoch für die Einreise mit einem privaten Flugzeug, einem privaten Schiff oder mit einer Militärmaschine. Nachdem Sie in die USA eingereist sind, können Sie innerhalb von 90 Tagen Reisen nach Kanada, Mexico und in die Karibik unternehmen und auf jeglichem Wege in die USA zurückkehren. Die Landeinreise von Mexico und Kanada aus in die USA ist für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen ohne Visum möglich. An der Grenze müssen Sie genügend finanzielle Mittel nachweisen, um Ihren gesamten USA-Aufenthalt und die Rückreise davon bestreiten zu können.

Sofern Sie ein Visum benötigen, können Sie das je nach dem Bundesland Ihres Wohnsitzes bei der Konsularabteilung der US-Botschaft in Berlin, in Frankfurt oder in München beantragen. Das Antragsformular, das heute nur noch in wenigen Reisebüros erhältlich ist, kann von der Webseite der US-Botschaft in Deutschland heruntergeladen werden. Dort findet man unter zahlreichen Menüpunkten, z.B. nach Wahl der Sprache "deutsch" unter der Überschrift "Konsularische Dienste" Menüpunkt "Visa-Informationen" oder unter der Überschrift "FAQs" die Folge der Menüpunkte "Reisen", "Visa- und Zollfragen", "Visaregelungen", auch die vollständigen und aktuellen Bestimmungen, denen die obigen Auszüge (Stand Juni 2002) entnommen worden sind, sowie unterschiedlich teure 190-er Telefonnummern für einen Visa-Informationsdienst per Fax-Abruf, vom Tonband, oder mit einem Operator (Live Service). Umfangreiche aktuelle Visum-Infotmationen für die verschiedensten Aufenthaltszwecke in den USA (incl. touristische Zwecke) finden Sie außerdem auf der übersichtlichen privaten Internetseite www.visumusa.net. – Nach den Attentaten auf das World Trade Center in New York am 11. Sept. 2001 und den anschließenden mit Milzbranderregern infizierten Briefen an amerikanische Behörden ist das Verfahren der Visaerteilung und des akzeptierten Versands von Pässen und Visumsanträgen aus Sicherheitsgründen mehrfach geändert und zeitweise sogar vollständig gesperrt worden. Nachdem von den US-Konsularabteilungen zeitweise Visumsanträge und Pässe nur angenommen wurden, wenn sie von einem Visa-Kurierdienst in einer durchsichigen Briefhülle verpackt waren, wurde danach wieder wie zuvor ein Versand in normaler Briefform akzeptiert. Die vorher zu zahlende Bearbeitungsgebühr für ein Visum wurde dann jedoch mehr als doppelt so teuer wie der Reisepaß selbst, denn sie betrug derzeit 85,00 €. Die Bearbeitungszeit für ein Visum steht mit 4 bis 6 Wochen der Paßaustellung durch die Bundesdruckerei um nichts nach. Diese Zeiten sind also ggf. bei der Vorbereitung einer USA-Reise nicht zu vernachlässigen.

Bei unseren ersten Reisen in die USA bestand allgemeine Visumspflicht, und es wurden sowohl zeitlich begrenzt gültige Visa für einmalige oder mehrmalige Einreise ausgestellt als auch unbegrenzt gültige Dauervisa. Dauervisa wurden anfangs nur erteilt, wenn man als Geschäftsreisender mehrmals in die USA fliegen wollte und dies durch ein dem Visumsantrag beigefügtes Schreiben des Arbeitgebers bescheinigt wurde. Später reichte es, wenn man in einer eigenen Begründung zum Visumsantrag glaubhaft machte, daß man (1) über genügend finanzielle Mittel für die beabsichtigte Reise verfügt (und nicht der amerikanischen Sozialhilfe anheimfällt), (2) weitere Reisen zu späteren Zeiten vorhat und (3) aus welchen Gründen man beabsichtigt, immer wieder in sein Heimatland zurückzukehren (z.B. fester und sicherer Arbeitsplatz, Haus- und Grundeigentum, familiäre Bindungen u.a.m.).

Ein solches US-Dauervisum bleibt weiterhin gültig, nachdem der Reisepaß abgelaufen ist. Man braucht es nicht für teures Geld in den neuen Paß übertragen zu lassen, sondern kann es weiterhin benutzen, wenn man zusätzlich zum neuen Paß auch den alten ansonsten ungültigen Paß mitnimmt und bei Bedarf vorweist. Wir selbst haben seit vielen Jahren Dauervisa und waren schon öfter sehr überrascht, welche Achtung man als Inhaber dieses Stempels bei kleineren Kontrollstellen besonders an der mexikanischen Grenze genießt und dann quasi als "amtlich willkommener Gast" mit beinahe militärischen Ehren und den besten Wünschen zur Weiterfahrt verabschiedet wird.

Die letzte Hürde bei der Einreise am Ankunftsflughafen der USA ist der Immigration Officer. Ihm erklärt man auf Befragen, zu welchem Zweck man in die USA einreist, wie lange man zu bleiben gedenkt, ob man ein "seriöses" Rückflugticket hat und auch über genügend finanzielle Mittel zum Durchführen der Reise verfügt. In angemessener Entfernung vor jedem Abfertigungsschalter ist der Boden mit einem weißen Strich versehen, den man tunlichst erst nach der Aufforderung "Next" überschreitet. Diese sehr nützliche, aber von vielen Deutschen immer wieder mißverstandene und mißachtete Maßnahme dient der Diskretion für diejenigen, die am Schalter gerade abgefertigt werden und dabei eventuell persönliche Dinge erklären oder auch ihre Barschaft vorzeigen, was die nachfolgenden Reisenden nun wirklich nichts angeht. Um diese Diskretion auch wirklich sicherzustellen, gibt es im Regelfall an größeren Schalteranlagen einen Zerberus, der zuwiderhandelnde Vorwitzige mit lautstarken Zurechtweisungen hinter den weißen Strich zurücktreibt.

In der Vergangenheit wurde man mit einem Visum und bei "anständigem Benehmen" vor der Abfertigung vom Immigration Officer in aller Regel sehr freundlich behandelt. Das ist besonders hilfreich, wenn mangels aktueller Übung die Sprache noch etwas holperig und das Vokabular über die Einreiseformalitäten entsprechend lückenhaft sind. Während des zunächst nur befristet gültigen Pilotprogramms VWPP zum Visumsverzicht gab es einen bemerkenswerten Unterschied zwischen Visumsinhabern und Reisenden ohne Visum. Wenn der Immigration Officer z.B. Zweifel an der Echtheit oder Gültigkeit des Reisepasses oder irgendwelche anderen Bedenken hat, kann er den Reisenden deswegen zurückweisen. In diesem Fall hat ein Visumsinhaber Anspruch auf "rechtliches Gehör", d.h. er kann vor Ort bei einer höheren Instanz Einspruch gegen diese Zurückweisung einlegen und dadurch seine Reise in vielen Fällen doch noch retten, weil der Paß ja zuvor durch die Konsularabteilung der USA geprüft und für gut befunden wurde. Einem Reisenden ohne Visum war dieses Recht zu Zeiten des VWPP generell verwehrt. Er wurde in einem solchen Fall gar nicht erst ins Land gelassen und konnte dann nur direkt vom Flughafen aus mit dem nächsten Flieger die Heimreise antreten. Ob diese Praxis heute noch besteht, ist uns nicht bekannt, und ob man sich nur deswegen für eine einzelne Urlaubsreise ein teures Visum beschaffen sollte, erscheint eher zweifelhaft. Man sollte sich aber bewußt sein, daß auch so etwas im Land der unbegenzten Möglichkeiten vorkommen kann.

Stand: 25.03.2016 / © MG


Home | Reisen | « USA | Inhalt Hinweise | › Weitere Hinweise